rotkreuzkurs-eh-header-alt.jpg Foto: A. Zelck / DRK e.V.
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Juniorhelfer

Ansprechpartner

Kathrin Schöb
Ausbildung Schulen und Kindertagesstätten
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Henri-Dunant-Str. 11
90762 Fürth

Unfallverhütung und Erste Hilfe für die Grundschule

Oft findet die Hilfsbereitschaft dort ein Ende, wo der einzelne selbst aktiv werden soll. Aktives, zivilcouragiertes Handeln setzt nämlich die nötige Kompetenz bzw. Ausbildung voraus. Nur wer weiß, was zu tun ist, wird auch aktiv werden. Der Juniorhelfer ist ein Programm des Jugendrotkreuzes, das schon in der Grundschule an richtiges Helferverhalten heranführt.

Gerade in einer Gesellschaft, in der soziale Werte immer mehr in den Hintergrund geraten und die Gewaltbereitschaft steigt, ist aktives und zivilcouragiertes Handeln von großer Bedeutung. Elternhaus und Schule müssen sich deshalb fragen, wie dieser gesellschaftlichen Entwicklung mit erzieherischen Mitteln entgegen gewirkt werden kann. Soziale Werte wie z.B. Hilfsbereitschaft sind jedoch nicht direkt vermittel- oder abfragbar. Hilfsbereitschaft allein wird auch nicht genügen, wenn das Wissen um die richtige Hilfeleistung fehlt. Das Konzept des Juniorhelfers vereint die Erziehung zu sozialen Werten mit der Vermittlung von Erste-Hilfe-Wissen. Somit wird die Grundlage zu aktivem Handeln und Helfen geschaffen.

Ersthelfer im Grundschulalter?

Jeder, auch ein Kind im Grundschulalter, ist in der Lage, einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen. Je früher Kinder lernen professionelles Helferverhalten an den Tag zu legen, umso selbstverständlicher und unbefangener leisten sie auch später Hilfe. Zudem werden die Schüler zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln geführt. Unfälle können zu jeder Zeit an jedem Ort passieren. Es ist folglich nicht unwahrscheinlich, dass ein Kind als einziger in den entscheidenden ersten Minuten Hilfe leisten oder Hilfe holen muss. Dies ist allerdings nur möglich, wenn das Kind in einer Notsituation weiß, was zu tun ist. Kontinuierliches Training, z.B. in einer Juniorhelfer-Arbeitsgruppe, sichert dieses Wissen und steigert das Kompetenzerleben der Kinder. Somit ist eine angemessene Hilfeleistung gewährleistet und die Kinder können sicher und selbstverständlich Hilfe leisten. Das praktische Üben erwirkt außerdem sowohl emotionale Stärkung, als auch Teamgeist und Zusammenhalt. Durch Themen der Ersten Hilfe werden diese Werte in der Grundschule wieder lebendig und die Kinder können - auf Grund des handlungsorientierten Konzeptes des Juniorhelfers - Sinn und Inhalt dieser Werte auch verstehen und verinnerlichen.

Konzept des Juniorhelfers

Das Konzept des Juniorhelfers hat sich bereits über viele Jahre hinweg in den Schulen bewährt und wird im neuen Lehrplan für Grundschulen namentlich erwähnt. Die Themen der Ersten Hilfe können folglich lehrplankonform aufgegriffen werden und in den Unterricht eingeflochten werden.

Grundlage für die Ausbildung der Schüler ist ein eigens für Lehrer entwickeltes Handbuch mit vielfältigen Stundenmodellen, anschaulichen Abbildungen, Folien und Piktogrammen. Außerdem findet sich darin eine große Anzahl an Übungsblättern für die Einzel- und Gruppenarbeit. Eine CD mit Präsentationen und Farbvorlagen sowie eine Sammlung von Unterrichtsbeispielen ist ebenfalls im Handbuch enthalten. Optional kann zusätzlich eine DVD mit Filmsequenzen zu den einzelnen Situationen aus dem Lehrerhandbuch erworben werden. Diese unterstützt die Anregung von Schülerdiskussionen, Meinungsbildung und Gefahrenerkennung.

Zur Erleichterung der praktischen Umsetzung ist jede Einheit des Handbuchs nach dem gleichen Schema aufgebaut. So folgen auf die methodischen Hinweise die Folien, die in das jeweilige Thema einführen. Die erste Folie dient hierbei dem Hinweis auf die Gefahrensituation und deren Ursachen. Die Kinder sollen lernen Gefahren schon vor deren Entstehen zu vermeiden. Die zweite Folie legt dann den Fokus auf die Unfallsituation an sich. Der weitere Weg führt über Arbeitsblätter und praktische Übungen, wie das Anlegen von Verbänden, zu den für die entsprechende Situation angemessenen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Auf diese Art und Weise werden die Kinder mit den Themen

  • Pflasterverband,
  • Notruf,
  • Bauchschmerzen,
  • Kopfverletzung,
  • Bewusstlosigkeit,
  • Verbrennung,
  • Knochenbruch,
  • starke Blutung

vertraut gemacht. Die Erkenntnis, dass Erste Hilfe Maßnahmen von jedem durchgeführt werden können, lässt die Bereitschaft und Aufgeschlossenheit dieser Thematik gegenüber steigen und führt die Kinder an eine hilfsbereite und zivilcouragierte Einstellung heran. Da die richtige Hilfeleistung ein ruhiges und überlegtes Vorgehen erfordert, werden die Schüler außerdem zu selbstständigen und verantwortlichem Handeln geführt. Im Anschluss an den Juniorhelfer kann ein Schulsanitätsdienst aufgebaut werden. Dieser bietet die Möglichkeit zur kontinuierlichen und praktischen Anwendung und Übung der Ersten Hilfe.

Umsetzung

Das Jugendrotkreuz Fürth bietet für Ihre Schulklasse Kurse im Rahmen des Juniorhelfer Programmes bei Ihnen vor Ort an. Die hierfür anfallenden Gebühren, sowie freie Termine können Sie bei unserem Ansprechpartner erfragen.