Mit dem Erwerb einer an das bisherige BRK-Katastrophenschutzzentrum angrenzenden Nutzungsfläche Anfang des Jahres reagiert der Kreisverband auf Extremwetterereignisse, Überschwemmungen und Stromausfälle. Rund 1,4 Millionen Euro hat das 7.150 Quadratmeter große Grundstück gekostet. „Wir investieren hier ganz konkret in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger,“, so Landrat Bernd Obst, Vorsitzender des BRK Fürth, „indem wir die moderne Infrastruktur schaffen, die unsere ehrenamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler für immer komplexer werdende Einsatzlagen brauchen.“
Mehr Fläche für Katastrophenschutz
Bis zum Jahr 2028 sollen auf dem noch brachliegendem Grundstück weitläufige Übungsgelände für die BRK-Katastrophenschutzeinheiten und die Rettungshundestaffel sowie ein Fahrzeugunterstand mit Kapazitäten für 20 Rettungsfahrzeuge entstehen. In einer zweiten Realisierungsphase, die auf zehn bis 15 Jahre angelegt ist, ist der Bau eines modernen Ausbildungszentrums mit Simulations- und Übungsmöglichkeiten für die ehrenamtlichen BRK-Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Fürth geplant. Der Flächenzuwachs bietet zudem Platz für die Lagerung und den Umschlag von Katastrophenschutzausrüstung. „Wir können uns eine Entwicklung zu einem nordbayerischen Lagerzentrum für Hilfsgüter gut vorstellen“, so Arthur Sieder, der als Krisenmanager und Baubeauftragter des BRK Fürth die Planung des Projekts maßgeblich mitgestaltet. „Wie wichtig solch eine zentrale Anlaufstelle ist, haben wir bereits bei der Corona-Pandemie erlebt. Damals wurde das Fürther Katastrophenschutzzentrum kurzzeitig zum Umschlagplatz für Schutzausrüstung.“
Über das BRK-Katastrophenschutzzentrum
Das BRK-Katastrophenschutzzentrum, das sich auf einem ehemaligen Kasernengelände in Atzenhof befindet, wurde im Jahr 2011 in Betrieb genommen. Kern des bisherigen Zentrums ist eine ehemalige Panzerwerkstatt der US-Armee. Bereits seit 1994 war die alte Halle das Domizil der BRK-Sanitätsbereitschaft Unterfarrnbach, die diese gemietet hatte. Schließlich kaufte der BRK-Kreisverband Fürth das Gebäude mitsamt eines 7800 Quadratmeter großen Areals und sanierte die ehemalige Werkstatt in nur eineinhalb Jahren Bauzeit vollständig. Es entstanden eine zweistöckige Fahrzeughalle sowie ein modernes Gebäude mit Schulungsräumen, Büros und einer Funkleitstelle für Großeinsätze. Auch eine Zentrale für den BRK-Fahrdienst wurde auf dem Gelände errichtet. Genutzt wird das Katastrophenschutzzentrum primär als Ausbildungsstätte für die Breitenausbildung sowie für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, aber auch als zentrale Anlaufstelle in Katastrophenfällen oder als Lager für Hilfsgüter. Während der Corona-Krise wurde die Einrichtung für Schnelltestungen und auch als Logistikzentrum genutzt, in welchem Desinfektionsmittel, Schutzausrüstung und andere Materialien für alle fränkischen Rotkreuz-Verbände angeliefert und kommissioniert wurden.
