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Jugendgroßübung 2026

Drei junge Frauen in Rotkreuzeinsatzkleidung schnallen eine verunfallte Taucherin auf der Rettungstrage an.

Zahlreiche Nachwuchseinsatzkräfte der BRK-Bereitschaftsjugend, der Freiwilligen Feuerwehr Fürth, des THW sowie von Wasserwacht und DLRG trainierten bei einer groß angelegten Übung vergangenen Samstag die organisationsübergreifende Zusammenarbeit. In insgesamt zwölf Szenarien, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, mussten Brände gelöscht, Personen gerettet und „Verletzte“ versorgt werden.

Am Samstagmorgen herrschte am BRK-Katastrophenschutzzentrum in Atzenhof reger Betrieb: Auf dem Gelände wimmelte es nur so von Kräften verschiedenster Blaulichtorganisationen. Der Hof war bis auf den letzten Platz mit Einsatzfahrzeugen gefüllt. Was auf den ersten Blick wie ein realer Katastrophenfall wirkte, war glücklicherweise nur eine Übung. Hier durfte der Nachwuchs unter realitätsnahen Bedingungen proben, wie Einsätze im Ernstfall ablaufen.

Realistisches Einsatzgeschehen
Ab neun Uhr gingen die ersten „Alarmierungen“ ein: Die jugendlichen Einsatzkräfte wurden zu unterschiedlichsten Szenarien gerufen - darunter Brände, Zusammenstöße im Straßenverkehr und Bootsunfälle. Die „Verletzten“ wurden von zahlreichen Freiwilligen dargestellt, die von der Jugendrotkreuz-Gruppe RUD – das Akronym steht für Realistische Unfalldarstellung – und der Mimen-Gruppe der DLRG mit täuschend echten Verletzungen geschminkt wurden. Das Besondere an der Übung: Die Nachwuchskräfte wussten im Vorfeld nicht, welche Lage sie an den einzelnen Einsatzorten erwarten würde. Ganz auf sich gestellt waren die Jugendlichen dabei nicht: Neben den Gruppenleitern griffen ihnen auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die BRK-Rettungshundestaffel sowie der BRK-Fachdienst Information und Kommunikation unter die Arme. Den Tageshöhepunkt bildete die gemeinsame Großübung aller beteiligten Kräfte am Nachmittag. Das Szenario: Die Kollision zweier Flugzeuge über Fürth mit mehreren Absturzorten im Stadtgebiet.

Wertvolle Übung für den Nachwuchs
Insgesamt waren rund 270 Einsatzkräfte beteiligt. Rund die Hälfte davon waren Jugendliche.  Neben der städtischen Freiwilligen Feuerwehr sowie den Sanitätsbereitschaften, Jugendrotkreuz und der Wasserwacht des BRK-Kreisverbandes Fürth beteiligten sich auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Besonders im Fokus stand eben diese organisationsübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen. „Heute konnten unsere Jugendlichen Einsätze, die sie sonst nur mit ihren Gruppenleitern besprechen und in einzelnen Abschnitten üben, unter realistischen Bedingungen als Gesamteinsatz mit echter Einsatztaktik und der nötigen Strategie durchführen“, erklärte Moritz Peter, stv. Kreisbereitschaftsjugendwart des Fürther BRK. „Das ist unglaublich wertvoll und bringt unseren Nachwuchs ein großes Stück weiter.“